Steuerrichtlinien

Steuerliche Beurteilung von PV-Anlagen

Mit 24. Februar hat das Bundesministerium für Finanzen den Erlass zur “Steuerlichen Beurteilung von PV-Anlagen” veröffentlicht.

Damit reagiert das Finanzministerium auf einem Schlussantrag der Generalanwältin des Gerichtshof der Europäischen Union, die einem privaten Hausbesitzer in Österreich in der Frage der Erstattung der Vorsteuer beim Betrieb einer privaten Photovoltaikanlage recht gegeben hat.

Der österreichische Verwaltungsgerichtshof hatte sich um Stellungnahme an den EuGH gewandt. In dem nun vorliegenden Schlussantrag wird festgehalten, dass der Betrieb einer netzgeführten Photovoltaikanlage auf einem privaten Eigenheim eine wirtschaftliche Tätigkeit im Sinne (der Sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie) darstellt, soweit die durch die Anlage erzeugte Elektrizität gegen Entgelt an das Netz geliefert wird.

Der Erlass gilt für alle Fälle, in denen eine Photovoltaikanlage nach dem 28. Februar 2014 erstmalig in Betrieb genommen wurde und der Kaufvertragsabschluss für die Anlage nach dem 28. Februar 2014 erfolgt.

Photovoltaikanlagen die vor diesem Datum in Betrieb genommen wurden, bzw. der Kaufvertrag davor lag, gilt der bisherige (alte) Erlass von 2012. Der Steuerpflichtige kann sich jedoch auf die Anwendung des gegenständlichen Erlasses berufen.

Den aktuellen österreichischen Erlass vom 24. Februar 2014 finden Sie hier:
Erlass Steuer 2014

Elektrizitätsabgabe auf selber erzeugten und selber verbrauchten PV-Strom.

Im Erlass von Februar 2014 wurde eine (Elektrizitäts-)Abgabe von 1,5 Cent pro selber erzeugter und verbrauchter Kilowattstunde genannt (wenn pro Jahr mehr als 5.000 kWh PV-Strom selber genutzt werden). Nach einer Petition des Bundesverbands Photovoltaic mit über 30.000 Unterschriften, konnte das Parlament für eine Anhebung der Grenze gewonnen werden. Mit Juli 2014 beträgt der Freibetrag nun 25.000 kWh. Nur wenn mehr als 25.000 kWh Strom selber genutzt werden, ist dafür eine Abgabe von 1,5 Cent/kWh zu zahlen – und auch nur für den Anteil der über 25.000 kWh liegt. Die gesamten Informationen zu der Änderung der Freigrenze finden Sie im unten stehenden Erlass.

Gesamte Informationen zur Elektrizitätsabgabe des Bundesministeriums für Finanzen vom 25. Juli 2014:
Elektrizitätsabgabegesetz Gesamt

Erlass vom 25. Juli 2014: Elektrizitätsabgabegesetz Zusatz

Änderung des Erlasses des Bundesministeriums für Finanzen vom 24. Februar 2014, BMF-010219/0488-VI/4/2013 (Steuerliche Beurteilung von Photovoltaikanlagen - Photovoltaikerlass), soweit er die Elektrizitätsabgabe betrifft.


Wenn Sie eine Anschaffung einer Photovoltaikanlage planen, sind wir Ihnen gerne bei der Erläuterung der Richtlinien behilflich.